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Programm
Tango ist in der Region um den Río de la Plata entstanden.
Buenos Aires wurde in den letzten Jahren zum Zentrum des Tango erkoren,
nicht unbedeutend war dabei der Erfolg in der ganzen Welt.
Es gibt eine ganze Menge an Tangolokalen, solche um den Tango zu
lernen, zu spielen oder einfach nur zu zuhören.
Wir bieten für Tango-Interessierte einen speziellen Kurs an,
der die beiden Elemente - Spanisch und Tango - verbindet. Im Kurs
sind 10 Stunden/Woche für den Spanischunterricht vorgesehen
und 6 Stunden/Woche dem Tango gewidmet.
Für diejenigen, denen das noch nicht genug ist, gibt es einen
Intensivkurs Tango mit dem Besuch von Shows und Milongas. Diesen
Kurs bieten wir separat an, da wir uns ganz nach den Bedürfnissen
der Tangueras und Tangueros richten möchten. Bitten teilen
Sie uns mit, wie oft und wie lange Sie Tango tanzen möchten,
und wir suchen den geeigneten Kurs und Lehrer für Sie. Kriminalität
zu den brennendsten Themen zählen.
Ursprünge des Tangos
Es ist schwierig, die verschiedenen Etappen des Tango voneinander
zu unterscheiden. Während seiner Evolution hat der Tango progressive
und regressive Momente durchlaufen.
In den ärmeren Quartieren von Buenos Aires (Arrabal), in denen
viele ein neues Zuhause fanden, entstand die neue Musik, die keine
politischen oder sozialen Themen behandelte, sondern die Frustrationen
und die Hoffnungslosigkeit der Menschen ausdrückte. "Für
den Tango existiert kein Volk als abstrakte Einheit oder als Ideal,
der Tango kennt nur den Menschen aus Fleisch und Blut" (José
Gobello). Zwischen Mythos und bitterer Realität bewegen sich
die drei Archetypen des Tango und des Arrabal: die aus Europa verschleppte
Prostituierte und Bardame, die Milonguita, der Gaucho ohne Pferd
und Macho kreolischer oder europäischer Herkunft, der Compadrito,
sowie der verlachte (italienische) Einwanderer, der Cocoliche, eine
Verballhornung der italienischen Verben cocollare (verhätscheln,
verwöhnen) und cocolarsi (sich amüsieren)
Die Wurzeln des Wortes Tango, des Tanzes sowie der Musik sind nach
wie vor umstritten. Gemäss Vicente Rossi hat sich der Tanz
aus dem afrikanischen Candombe entwickelt. Auch der um 1850 im spanischen
Cadiz entstandene Tango Andaluz, der zu den klassischen Flamencoformen
gehört, ist Teil der Wurzel und wurde um 1880 im Arrabal gespielt,
zusammen mit Milonga, Habanera, Walzer und Mazurka. Das Bandoneon
stammt übrigens aus Deutschland, wo die wechseltönige
Handharmonika um 1845 entwickelt wurde und sich als Bandoneon bald
grösster Beliebtheit erfreute.

Der erste bekannte Bandoneonlehrer war Sebastián Ramos Mejía,
genannt "El Pardo", der viele Musiker der Guardia Vieja,
der alten Garde von Tangomusikern unterrichtete. Getanzt und gesungen
wurde der Tango in Cafés, Hafenbordellen. In den Lokalen
des Hafenviertels von Buenos Aires (in der Necocheastrasse in La
Boca, einem der damaligen Zentren) traten die ersten grossen Interpreten
auf: Rosendo Mendizábal, Eduardo Arolas, Angel Villoldo.
Die Mehrheit der Tangointerpreten waren Autodidakten, die ohne eine
Ahnung, was eine Partitur war, ihre Musik und Lieder komponierten.
Der Tanz war immer von
grosser Bedeutung. Zu Beginn handelte es sich um Improvisationen
mit zwei Charakteristika: einer Dissoziation zwischen den Bewegungen
der Beine und des Oberkörpers und die Anlehnung des Tanzes
an den Rhythmus und der Musik an die Melodie.
Während der Tango in Buenos Aires in Vergessenheit zu geraten
schien, erlebte er im Jahre 1913 dank des Tanzes einen Erfolg. Das
wohl bekannteste Phänoment ist Carlos Gardel, der im Jahr 1917
mit dem Lied "Mi noche triste" zu einer lebenden Legende
wurde.
Eine ähnliche Entwicklung lässt sich um das Jahr 1985
verfolgen.
Während in Buenos Aires der Tango bereits eine nostalgische
Erscheinung für die älteren Generationen zu sein schien,
feierte man seine Erfolge von Nordamerika bis Japan. Von aussen
kam das Revival zurück nach Buenos Aires. In den letzten Jahren
traten neue Interpreten in Erscheinung, und es wird wieder allerorts
Tango getanzt in Buenos Aires.
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